Ein bisschen retro

Ostern ohne Eierlikör? Ginge schon. Wäre aber nur halb so schön.

Von Lucas Huber

31. März 2022

Genuss

Eierlikör ist der Osterklassiker schlechthin – zumindest bei unseren grossen Nachbarn im Norden. Dabei gibt es hierzulande grossartige Eierliköre. Dürfen wir vorstellen: den KikeriKirsch! Natürlich mit Kirsch.

 

 

 

da kräht der letzte hahn

Der schmeckt nicht nur, der kräht sogar. Nur weiss das hierzulande kaum jemand. Wir stellen vor: den KikeriKirsch. Waren es nicht die Hennen, die die Eier legen – und die Hähne, die krähen? Aber solange der Osterhase die Eier bringt, wird hier gekräht, was das Zeug hält.

Eierlikör also. Dieser fast vergessene Klassiker. Trank man den nicht früher mal? Ist der nicht retro? «Vielleicht ein bisschen», schmunzelt Lorenz Humbel, sozusagen der Vater des KikeriKirsch. In Deutschland allerdings sind sie ganz verrückt nach Eierlikör – und nach Humbels krähender Kirschversion. Wie viel Prozent er nach Deutschland exportiere? «95», sagt er kurz und knapp und lacht dazu.

Traditionellerweise bildet Cognac die Basis eines Eierlikörs. In der Schweiz ist es jedoch oft der Kirsch, so auch im Fall des KikeriKirschs. Dessen Kirsch ist übrigens genauso biozertifiziert wie die Eier aus dem Zürcher Oberland und die Bourbon-Vanille aus Madagaskar. Bis das alles perfekt zusammenspielte, brauchte es allerdings einiges an Gegacker – und umso häufigeres Schnabulieren.

Und was erwartet den Geniesser, die Geniesserin nun eigentlich? Einen weichen, ja geschmeidigen Körper, eine harmonische Süsse, eine dezente Kirschnote, schliesslich ein sattes Finish. Lorenz Humbel empfiehlt den Eierlikör übrigens gut gekühlt zu geniessen, pur schmecke er am Besten. Oder über ein Bällchen Vanille-Glacé gegossen. Vielleicht als Oster-Dessert?

 

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